Kaffee+ Ausgabe 2025/26

24 Ka ee + Wach ohne Wumms? Die größten Mythen rund um koffeinfreien Kaffee Lange galt koffeinfreier Kaffee als Notlösung für Empfindliche – doch dieses Image gehört der Vergangenheit an. Immer mehr Kaffeegenießer schätzen heute die Möglichkeit, ihr Lieblingsgetränk auch ohne anregende Wirkung zu genießen. Parallel dazu hat sich die Qualität deutlich verbessert: Moderne Entkoffeinierungsmethoden bewahren die feinen Aromen und sorgen dafür, dass Decaf geschmacklich kaum mehr vom Original zu unterscheiden ist. Die Welt des koffeinfreien Kaffees ist facettenreich und bietet ausgezeichnete Alternativen. Wer beim Kauf auf nachhaltige Entkoffeinierungsverfahren und hochwertige Bohnen achtet, muss weder auf Geschmack noch auf Qualität verzichten. Decaf ist längst mehr als ein Ersatz – es ist eine bewusste Entscheidung für alle, die Kaffee auf ihre Weise genießen möchten. Trotz dieser Entwicklung halten sich hartnäckig Vorurteile und Missverständnisse. Grund genug, einige der gängigsten Mythen rund um den koffeinfreien Kaffee genauer zu beleuchten. Mythos 1: Decaf ist komplett koffeinfrei Fakt: Koffeinfreier Kaffee enthält nicht null Prozent Koffein, sondern lediglich eine stark reduzierte Menge nämlich maximal 0,1 % Koffein, laut EU-Vorgaben. Das bedeutet, dass in einer Tasse koffeinfreien Kaffees noch etwa 2 bis 5 mg Koffein stecken können, im Vergleich zu den 70 bis 140 mg in einer normalen Tasse Kaffee. Mythos 2: Das Entkoffeinieren erfolgt mit Chemikalien Fakt: Es gibt mehrere Verfahren zur Entkoffeinierung, von denen einige tatsächlich chemische Lösungsmittel nutzen. Diese Methoden sind streng reguliert, und die Rückstände im Endprodukt liegen weit unter den zulässigen Grenzwerten. Für nachhaltigeren Genuss greifen jedoch viele Produzenten zu einer schonenderen Methode, wie dem Swiss-Water-Verfahren oder der CO₂-Methode. Hierbei wird das KofUm das Ko ein aus den Bohnen zu lösen, während der Geschmack weitgehend erhalten bleibt, gibt es verschiedene Methoden.

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