63 BBQ 4.0 1. Gemüse richtig vorbereiten Achte darauf, dein Gemüse möglichst gleichmäßig zu schneiden – das ist entscheidend für eine gleichmäßige Garzeit. Dünne Scheiben garen schneller, dickere Stücke bleiben saftiger. Klassiker wie Zucchini, Paprika, Aubergine, Champignons oder Maiskolben funktionieren immer, aber auch Fenchel, Spargel oder Süßkartoffeln sind großartige Alternativen. Tipp: Sehr wasserreiches Gemüse (z. B. Zucchini) leicht salzen und kurz ziehen lassen, dann trockentupfen – so bekommt es bessere Röstaromen. 2. Marinieren bringt Geschmack Eine gute Marinade macht den Unterschied zwischen „okay“ und „wow“. Basis ist meist Öl (Olivenöl, Sesamöl), dazu kommen Säure (Zitrone, Essig), Salz, Gewürze und Kräuter. Für mehr Tiefe kannst du mit Sojasauce, Ahornsirup, Senf oder Chili arbeiten. Wichtig: Mindestens 30 Minuten ziehen lassen – bei Tofu gern mehrere Stunden. 3. Grillkäse & pflanzliche Alternativen nutzen Halloumi ist der Klassiker, weil er nicht schmilzt und eine tolle Kruste bekommt. Feta lässt sich super in Alufolie oder Backpapier mit Gemüse und Kräutern garen. Vegane Grillkäse oder marinierte Fleischalternativen (z. B. auf Erbsen- oder Sojabasis) bieten inzwischen ebenfalls gute Ergebnisse – hier lohnt es sich, verschiedene Marken auszuprobieren. 4. Tofu richtig behandeln Tofu wird oft unterschätzt – meist liegt es an der Vorbereitung. Drücke überschüssiges Wasser heraus (z. B. mit Küchenpapier und Gewicht), damit er die Marinade besser aufnehmen kann. Schneide ihn danach in Scheiben oder Würfel und mariniere ihn intensiv. Extra-Tipp: Leicht vorbraten oder mit Stärke bestäuben für eine knusprigere Oberfläche. 5. Spieße machen alles einfacher Gemüsespieße sind nicht nur praktisch, sondern auch vielseitig. Du kannst verschiedene Gemüsesorten kombinieren oder sogar Tofu und Obst integrieren. Achte darauf, ähnliche Garzeiten zusammenzustellen (z. B. Zucchini + Paprika, nicht Kartoffeln + Tomaten). Holzspieße vorher einweichen, damit sie nicht verbrennen. 6. Indirekte Hitze nutzen Nicht alles gehört direkt über die Flamme. Dicke Gemüsestücke, gefüllte Paprika oder Kartoffeln brauchen Zeit. Platziere sie am Rand des Grills oder nutze einen Deckel – so garen sie gleichmäßig durch, ohne außen zu verbrennen. Faustregel: Erst scharf angrillen für Röstaromen, dann indirekt fertig garen. 7. Grillpfanne oder Schale verwenden Kleines oder empfindliches Grillgut wie Kirschtomaten, Pilze oder Zwiebelstücke fallen schnell durch den Rost. Eine Grillpfanne oder Schale schafft Abhilfe. Zusätzlich bleibt die Marinade besser erhalten, und du kannst sogar kleine „Gemüsepfannen“ direkt auf dem Grill zubereiten. 8. Obst nicht vergessen Gegrilltes Obst ist ein echter Geheimtipp: Durch die Hitze karamellisiert der natürliche Zucker und sorgt für intensive Aromen. Besonders gut geeignet sind Ananas, Pfirsiche, Nektarinen oder Wassermelone. Optional: Mit etwas Honig, Zimt oder Limettensaft verfeinern. 9. Brot & Beilagen aufpeppen Ein gutes Veggie-BBQ lebt von Vielfalt. Neben klassischem Knoblauchbrot kannst du auch gefüllte Champignons, Ofenkartoffeln, Maiskolben mit Kräuterbutter (vegan möglich) oder selbstgemachte Dips servieren. Salate wie Couscous-, Linsen- oder Nudelsalat runden das Ganze perfekt ab. 10. Würzen zum richtigen Zeitpunkt Salz entzieht Wasser – deshalb solltest du empfindliches Gemüse oft erst nach dem Grillen salzen. Gewürze wie Paprika, Chili oder Kräuter kannst du vorher verwenden, aber frische Kräuter (z. B. Basilikum, Petersilie) lieber zum Schluss hinzufügen, damit sie nicht verbrennen und ihr Aroma behalten.
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